Anna Lucia Richter

Sopran

(c) Matthias Baus

Anna Lucia Richter entstammt einer großen Musikerfamilie. Als langjähriges Mitglied des Mädchenchores am Kölner Dom erhielt sie seit ihrem neunten Lebensjahr Gesangsunterricht bei ihrer Mutter Regina Dohmen. Im Anschluss wurde sie von Kurt Widmer in Basel ausgebildet und schloss ihr Gesangstudium bei Klesie Kelly-Moog an der Musikhochschule Köln ab. Die Anna Lucia Richter gewann bereits zahlreiche internationale Preise, wie zuletzt 2016 den Borletti-Buitoni Trust Award. Als Konzertsängerin trat sie unter anderem mit dem Lucerne Festival Orchestra unter Riccardo Chailly, mit dem Orchestre de Paris unter Thomas Hengelbrock, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecila unter Daniel Harding, oder dem London Symphony Orchestra unter Bernard Haitink auf. Eine Tournee mit Mahlers Liedern aus »Des Knaben Wunderhorn« gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Bernard Haitink führt sie im November zum Concertgebouw Amsterdam und nach Luxemburg. Mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Thomas Hengelbrock singt sie Mozarts Requiem. Erstmals steht Beethovens Neunte Symphonie bei Konzerten mit dem Freiburger Barockorchester in Berlin, Stuttgart und Freiburg auf dem Programm. Die Werke von Johann Sebastian Bach gehören zum Kernrepertoire der Künstlerin: Mit Kantaten ist sie in dieser Saison mit dem B’Rock Orchestra bei der Mozartwoche in Salzburg, mit dem Tonkünstler-Orchester in Grafenegg und schließlich im März mit Liedern aus Schemellis Gesangbuch und dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach u. a. mit Georg Nigl im Wiener Konzerthaus. Die CD »Bach Privat« mit genau diesen Werken ist soeben erschienen. Besonders begeistert sich Anna Lucia Richter für den Liedgesang. Sie ist mit einem umfangreichen Repertoire in allen großen Liedzentren zu Gast, z.B. bei der Schubertiade Schwarzenberg, dem Rheingau Musik Festival, beim Heidelberger Frühling, dem Schleswig-Holstein Musikfestival oder in der Wigmore Hall London. Die Künstlerin nimmt immer wieder zeitgenössische Vertonungen in ihre Liedprogramme auf: So die Uraufführung des Werkes »Singet leise« von Moritz Eggert und den Zyklus »Ophelia Sings« von Wolfgang Rihm, den er eigens für sie komponiert hat.