Pressestimmen
Zemlinskys-CD "Lyrische Symphonie und Orchester-Vor-und Zwischenspiele"
Der noch amtierende Kölner Generalmusikdirektor und das Gürzenich-Orchester erweisen sich hier mit der Zemlinsky-Materie einmal mehr als überdurchschnittlich vertraut. Im Einklang mit den beiden vorzüglichen Solisten wächst Conlons geschmackssicherer, nie schwülstiger Version durchaus Referenzcharakter zu. Die beigefügten Orchester-Intermezzi spannen zudem in chronologischer Folge einen Reizvollen musikalischen Bogen von "Sarema" über "Es war einmal", "Kleider machen Leute", "Der Kreidekreis" bis hin zum "König Kandaules", dessen Instrumentierung Antony Beaumont kongenial besorgte. Das klingt dann quasi wie ein Art Kurzbiographie, inspiriert aufgeblättert vom höchst differenziert spielendem Gürzenich-Orchester.
Kölnische Rundschau, 13. Juni 2002
Wiederholt ist darüber spekuliert worden, was Zemlinsky mit dem Werktitel "Lyrische Sinfonie" bekunden wollte...Unter James Conlon rührt das Gürzenich-Orchester gewaltig expressive Klang-wogen auf und bietet dadurch gleichsam ein abgrundtiefes Psychogramm der vertonten Gedicht-inhalte.
Fono-Forum, August 2002
Seit Jahren setzt sich der amerikanische Dirigent James Conlon für die Musik Alexander von Zemlinskys ein. Mit dem Gürzenich-Orchester hat er bereits mehrere Werke des Komponisten eingespielt, beispielsweise die Seejungfrau & Sinfonietta. Conlons Lesart zeigt auch bei der Lyrischen Symphonie einen ausgeprägten Blick für die Leuchtkraft dieser Musik und nimmt den Hörer mit in eine reiche Klangwelt, die nur noch entfernt an die Fin-de-Siecle-Harmonik angelehnt ist. Wie bemerkte einst der Komponist Franz Schreker treffend? "Der reine Klang ohne jede motivische Hingabe, ist, mit Vorsicht gebraucht, eines der wesentlichsten musikdramatischen Ausdrucksmittel, ein Stimmungseffekt ohnegleichen."
Amazon.de, 7. Mai 2002
Gewissermaßen als Abschiedsgeschenk von James Conlon für Köln ist die jüngste Alexander-Zemlinsky-CD des Gürzenich-Orchesters zu werten, mit welcher der beliebte Dirigent seiner in Köln entdeckten Liebe für diesen nach wie vor zu fördernden Komponisten ein zunächst einmal letztes Dokument setzt. Die "Lyrische Symphonie" hat sich durchgesetzt, es hat also dramaturgische Logik, diese relativ bekannte Werk.
Theaterrundschau, Juni 2002
