3 Fragen an François-Xavier Roth

François-Xavier, Du startest jetzt einen Saison-Schwerpunkt zu Hector Berlioz. Was fasziniert Dich an ihm?

Vor allem bin ich sehr stolz, dass ich nun in der fünften Spielzeit mit einem Orchester zusammenarbeiten darf, das vor über 150 Jahren noch mit diesem Komponisten persönlich musiziert hat! Mich fasziniert die Frage: Wie haben unsere Vorgänger damals Musik gemacht, wie hat ihre Musik auf das Publikum gewirkt?

Was verbindet Hector Berlioz und Richard Strauss?

Niemand konnte so gut mit Tönen Geschichten erzählen wie Richard Strauss. Er hat sehr viel von Berlioz gelernt – nicht nur, wie man erzählt, sondern auch wie man das „Instrument Orchester“ handhabt, das er beherrscht wie wenig andere. Und beide haben oft auch ihre eigene, persönliche Geschichte mit in ihre Musik hineingenommen.

»Octandre« von Edgar Varèse ist eine Kammermusik für acht Musiker. Wer wird dieses Stück spielen?

Gespielt wird dieses Stück von Mitgliedern unserer Orchesterakademie, und darauf bin ich stolz! Die Orchesterakademie ist unsere Talentschmiede, wir haben sie zu Beginn meiner zweiten Spielzeit gegründet. Meist wirken die jungen Musiker als Teil des großen Orchesters, man sieht ihr individuelles Talent gar nicht. Daher wollte ich gerne ein Stück mit ihnen allein vorstellen – verstärkt durch unseren Solotrompeter. Denn in der Orchesterakademie ist der Austausch zwischen Nachwuchs und erfahrenen Kräften ein zentrales Anliegen.

François-Xavier Roth dirgiert das

Festkonzert zur Saisoneröffnung

So 08.09.2019 um 11:00 Uhr

Werke von Varèse, Strauss und Berlioz

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