3 Fragen an Pipilota Neostus

Pipilota, vor einem Jahr bist Du als Akademistin zum Gürzenich-Orchester gekommen. Was hat Dich dazu bewogen, Dich hier zu bewerben?

Bevor ich nach Köln kam, habe ich an der Musikhochschule in Karlsruhe Flöte studiert. Ich wollte unbedingt von der enormen Lernerfahrung, die die Akademie den jungen Musikerinnen und Musikern bietet, profitieren können. Eine bessere Vorbereitung auf den Beruf als Orchestermusikerin gibt es meiner Meinung nach nicht.

Welche Erfahrungen und Eindrücke hast Du bislang gesammelt?

Am wichtigsten war für mich, im Orchester zu spielen. Und zwar nicht in irgendeinem Orchester, sondern im Gürzenich-Orchester. Das Niveau hier ist sehr hoch und das Repertoire durch die Sinfoniekonzerte und die Opernaufführungen unglaublich breit. Darüber hinaus habe ich von den Musikerinnen aus der Flötengruppe Unterricht bekommen und Kammermusik-Konzerte mit den anderen Akademisten gegeben. Wir hatten sogar einen Coach für Mentales Training. Ziel der Akademie ist es schließlich, dass man ein Probespiel in einem anderen Orchester gewinnt.

Und das hast Du geschafft! Du bist soeben als Solo-Flötistin in Deiner estnischen Heimat an der Oper in Tallinn engagiert worden. Welche Deiner Erfahrungen werden Dir bei dieser neuen Herausforderung hilfreich sein?

Das Jahr hat mir sehr viel Mut gemacht und mir das Vertrauen gegeben, jetzt das nötige Knowhow zu besitzen, um als Orchestermusikerin arbeiten zu können. Ich habe bereits mit den ersten Proben in Estland begonnen und sofort gemerkt, dass ich nun keine Akademistin mehr bin. Von mir wird auf einmal viel mehr erwartet. Wenn ich das Jahr in Köln nicht gehabt hätte, dann wäre es jetzt noch schwieriger für mich, da bin ich mir sicher. So aber fühle ich mich wirklich sehr gut vorbereitet!

Pipilota Neostus spielt im

Festkonzert zur Saisoneröffnung

So 08.09.2019 um 11:00 Uhr

Werke von Varèse, Strauss und Berlioz

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