Nathan Braude
Nathan Braude ist ein belgisch-israelischer Bratschist. Als Solist und Kammermusiker konzertierte er in zahlreichen bedeutenden Sälen der internationalen Musikwelt, darunter die Wigmore Hall in London, die Kölner Philharmonie, das Théâtre de la Ville in Paris, das Concertgebouw in Amsterdam sowie der Palais des Beaux-Arts in Brüssel. Als Solist trat er unter anderem mit den Brüsseler Philharmonikern, dem Orchestre National de Lille, dem Orchestra della Svizzera italiana und dem Orchestre Philharmonique Royal de Liège auf.
Darüber hinaus gastierte Nathan Braude bei renommierten Festivals wie dem Progetto Martha Argerich in Lugano, dem Ravinia Festival in Chicago, dem Oxford International Chamber Music Festival, dem Stavanger International Music Festival, Le Festival Radio France Occitanie Montpellier, dem Klara Festival in Brüssel sowie dem Festival Juventus, bei dem er 2008 als „Lauréat Juventus“ nominiert wurde. Zu seinen Kammermusikpartnerinnen zählen Künstlerinnen wie Patricia Kopatchinskaja, Vilde Frang, Priya Mitchell, Ilya Gringolts, Mischa Maisky, Sol Gabetta, Alexandre Kantorow sowie seine Ehefrau Polina Leschenko.
Seine Debütaufnahme für das Label Fuga Libera mit den vollständigen Werken für Viola des belgischen Komponisten Joseph Jongen wurde von der internationalen Fachpresse mit großer Anerkennung aufgenommen. Weitere Einspielungen umfassen Antonín Dvořáks Klavierquartett Nr. 3 Es-Dur op. 87, erschienen bei EMI Classics im Rahmen der Reihe „Martha Argerich and Friends: Live from the Lugano Festival 2012“, sowie Johannes Brahms’ Horntrio in der Viola-Fassung für Warner Classics.
Seit der Spielzeit 2016/17 ist Nathan Braude Solo-Bratschist des Gürzenich-Orchesters Köln. Zuvor war er in gleicher Position bei den Brüsseler Philharmonikern tätig. Darüber hinaus tritt er regelmäßig als Gast-Solo-Bratscher bei Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Münchner Philharmonischen Orchester, der Deutschen Oper Berlin, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg sowie dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg auf.
Von 2017 bis 2024 war Nathan Braude Professor für Viola am Royal College of Music in London.
Er spielt auf einer 2020 für ihn gebauten Viola von Stephan von Baehr, einer Kopie eines Instruments von Gaspard da Salò.