Sinfoniekonzert

Bahnbrechend

11. - 13. Juli 2027
Kölner Philharmonie
Preise
60/48/38/26/20/12 €
Regulärer Verkauf ab: 18.05.2026

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 15 B-Dur KV 450
1784

Anton Bruckner

Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107
1881–83

Besetzung

Pierre-Laurent Aimard

Klavier

Michael Sanderling

Dirigent

Termine

11.07.
So., 11:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026
12.07.
Mo., 20:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026
13.07.
Di., 20:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026

Sie ist eine Reaktion auf traumatische Erfahrungen, eine Auseinandersetzung mit Verlust und Sterblichkeit – und dann trotz langer Passagen der Schwermut doch so milde, versöhnlich, manchmal geradezu getaucht in Himmelslicht: Anton Bruckners 7. Sinfonie war nicht nur der erste durchschlagende Erfolg des bis dahin oft glücklosen, inzwischen 57-Jährigen, sie ist auch heute noch die am häufigsten gespielte seiner neun Sinfonien. Dabei verarbeitet das Werk nicht nur die Schrecken des Wiener Ringtheater-Brands von 1881, der 386 Menschen das Leben kostete und dem der Komponist nur durch Zufall selbst entgangen war. Es ist auch eine Liebeserklärung an Richard Wagner, den Bruckner vergötterte und dessen Tod 1883 ihn zutiefst erschütterte. Die Siebte – ein Werk voller geheimnisvoller Chiffren, theologischer Symbole, tiefer Seelenbekenntnisse und in ihrer musikalischen Sprache geradezu bahnbrechend modern. Michael Sanderling begibt sich auf Spurensuche und taucht ein in einen Kosmos der Mysterien.

Er arbeite an einigen »Concerten, welche schwitzen machen«, ließ Wolfgang Amadeus Mozart 1784 von Wien aus seinen Vater in Salzburg wissen. Zu diesen Prüfsteinen der Tastenkunst gehört auch das Klavierkonzert KV 450, dessen hochvirtuosen Solopart der Komponist sich selbst in die Finger geschrieben hat. Mehr noch: Mit diesem Geniestreich schuf er ein wahrhaft bahnrechendes Werk, das die Form des klassischen Solokonzerts aufbricht, fantasievoll weiterentwickelt, komplett Neues (beispielsweise die solistische Behandlung der Holzbläser im Orchester) einführt und insofern den Boden für die weitere Entwicklung des Klavierkonzerts im 18. und 19. Jahrhundert bereitet. Pierre-Laurent Aimard ist der ideale Interpret dafür, eines der schönsten Mozart-Klavierkonzerte: Immer wieder hat er es weltweit gespielt, brilliert im Kopfsatz, lässt im Mittelsatz alle Erdenschwere hinter sich und schüttelt das glitzernde Finale locker aus dem Handgelenk. Mozart selbst hätte wohl zugeben müssen, dass hier jemand am Flügel sitzt, den so schnell nichts schwitzen macht.