Sinfoniekonzert für junge Erwachsene

Bock auf Klassik?!

16. Juni 2026
Konzert und Kölsch für alle U29.
Kölner Philharmonie
Preise
8 €
Tickets

Programm

  • Paul Dukas

    Ariane et Barbe-Bleue – Ouvertüre
    zum 3. Akt
    1907

  • Claude Debussy

    Nuages und Fêtes aus
    Trois Nocturnes
    1900

  • Béla Bartók

    Herzog Blaubarts Burg
    Oper in einem Akt op. 11, Sz 48
    1911

Besetzung

  • Victoria Karkacheva

    Mezzosopran

  • Ryan McKinny

    Bassbariton

  • András Palerdi

    Sprecher

  • Susanna Mälkki

    Dirigentin

  • no:elia

    DJ Aftershow

Termine

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Pre-Concert-Talk mit Lydia Benecke

Vor dem Konzert ist die Kriminalpsychologin Lydia Benecke beim Gürzenich-Orchester zu Gast. Im Gespräch (Beginn 45 Minuten vor dem Konzert) wirft sie einen psychologischen Blick auf Béla Bartóks Oper Herzog Blaubarts Burg und spricht über die Faszination des Verbotenen, über Geheimnisse in Beziehungen und die Frage, warum Menschen manchmal gerade das anzieht, was ihnen Angst macht.

 

Ein klassisches Konzert für junge Erwachsene – ganz ohne Dresscode, aber mit allem, was einen besonderen Abend ausmacht.

Mit der Konzertreihe „Bock auf Klassik?!“ lädt das Gürzenich-Orchester Köln alle unter 29 Jahren zu einem Abend ein, der klassische Musik neu erlebbar macht: nahbar, lebendig und überraschend anders. Für nur 8 Euro erwarten euch große Werke, eine persönliche Moderation durch den Abend und danach ein musikalischer Ausklang mit DJ, Freigetränken und lockerer Atmosphäre im Foyer.

Dunkel und kalt ist es in der Burg, in die Blaubart seine junge Frau Judith führt. Mit der Kraft ihrer Liebe möchte sie die mysteriöse Vergangenheit ihres Mannes entschlüsseln, Licht in die Düsternis bringen und Brücken über Abgründe bauen. Fragen darf sie allerdings keine stellen, sieben verschlossene Türen bergen Geheimnisse. Judith beginnt, eine nach der anderen zu öffnen … Dunkel ist es auch in den Tiefen der menschlichen Seele. Verschlossen in ihr sind Triebe, Ängste, Träume und Alpträume. In seiner einzigen Oper Herzog Blaubarts Burg dringt Béla Bartók in die Kammern des menschlichen Unterbewusstseins ein. Das bekannte Märchen vom blutrünstigen Frauenmörder Blaubart dient als Vorlage für ein packendes Psycho-Drama von magischer Sogkraft. Unschuld, innere Zerrüttung, Sprachlosigkeit und die Ausweglosigkeit vor den Grausamkeiten des Schicksals: Das Kammerspiel von Judith und Blaubart zeigt den Menschen zwischen Liebe, Hoffnung, Verzweiflung und Tod. Ein Opern-Thriller, der in seiner suggestiven, bildkräftigen Wirkung keine Bühne braucht.

Nach dem letzten Ton ist der Abend noch lange nicht vorbei: Im Foyer geht es weiter – mit einem DJ-Set der Kölner Künstlerin no:elia, die mit rhythmischen Beats, Breaks und Soul-Einflüssen für einen stilvollen musikalischen Wechsel sorgt. Kein Clubabend, aber definitiv ein Ort zum Bleiben, Lauschen, Austauschen und Weiterfeiern.

»Die Geschichte macht aus Neugier etwas Gefährliches«

Gemeinsam mit der Kriminalpsychologin Lydia Benecke spricht Ulrich Wilker über die psychologischen Ebenen von Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók: Gewalt, Manipulation und verdrängte Warnsignale.

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