Sinfoniekonzert

Delirium

08. - 10. Nov. 2026
Kölner Philharmonie
Preise
60/48/38/26/20/12 €
Regulärer Verkauf ab: 18.05.2026

Programm

Robert Schumann

Ouvertüre zu Manfred op. 115
1848–52

Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
1850

Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
1845–46

Besetzung

Anastasia Kobekina

Violoncello

Riccardo Minasi

Dirigent

Termine

08.11.
So., 11:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026
09.11.
Mo., 20:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026
10.11.
Di., 20:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026

War es der Umzug von Dresden ins Rheinland, die neue Stelle als Musikdirektor in Düsseldorf, das dortige Publikum, das ihn begeistert begrüßte? Robert Schumann scheint sich jedenfalls in einer Art kreativem Delirium befunden zu haben, als er 1850 in kaum zwei Wochen sein Cellokonzert aufs Papier warf: Kein bravouröser Hochseilakt, keine Selbstdarstellung des Solisten als Löwenbändiger seines Instruments, sondern eine Komposition voller Zauber und erzählerischer Kraft, durchaus auch eingetrübt von dunklen Schatten ... Vorahnungen zukünftiger seelischer Katastrophen im Leben des Komponisten? Die junge Cellistin Anastasia Kobekina ist Absolventin der Kronberg Academy, mit der das Gürzenich-Orchester in dieser Saison seine Kooperation fortsetzt. Inzwischen ist Anastasia Kobekina auf der ganzen Welt unterwegs, die Zeitung »Le Figaro« bezeichnete sie kurz und bündig als »unvergleichliche Musikerin« – eine Idealbesetzung also für eines der innigsten, tiefsinnigsten Cellokonzerte der Romantik.

Auch der erste Entwurf zur 2. Sinfonie Schumanns entstand wie im Fieber: Nach nur 16 Tagen war er fertig, die Ausarbeitung dauerte dann wesentlich länger. Schumann befand sich damals in einer tiefen Krise, hatte einen psychischen und physischen Zusammenbruch hinter sich. Später beschrieb er, wie er durch die Arbeit an seiner Zweiten Linderung und Heilung erfuhr: »Die Symphonie schrieb ich im Dezember 1845 noch krank; mir ist´s als müßte man ihr dies anhören. [...] Im letzten Satz fing ich an, mich wieder zu fühlen.«