Iranian Women Singing for Freedom

Female Voices of Resilience

26. Sept. 2026
Kölner Philharmonie
Preise
30 € Einheitspreis / 15 € ermäßigt
Regulärer Verkauf ab: 18.05.2026

Programm

Das Programm wird noch bekannt gegeben.

Besetzung

Hani Mojtahedy

Gesang

Sanam Maroufkhani

Gesang

Maliheh Moradi

Gesang

Mina Deris

Gesang

Ghazaal Ansarirad

Gesang

Samin Ghorbani

Gesang

Hana Kamkar

Gesang

Foroogh Fazil

Gesang

Hura Mirshekari

Gesang

Avin Ahmadi

Oud

Mehrnoosh Zolfaghari

Santur

Sara Hasti

Kamancheh

Inner Unity Ensemble

Juya Shin

Dirigentin

Yalda Yazdani

Künstlerische Leitung

Termine

26.09.
Sa., 20:00
Kölner Philharmonie
ab 30,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026

Female Voices of Resilience versammelt Stimmen, die im Iran zum Schweigen gebracht werden – und gerade deshalb umso kraftvoller klingen. In einem außergewöhnlichen Konzertprojekt begegnen junge iranische Sängerinnen, die ihr Land erst vor kurzer Zeit verlassen mussten, dem Gürzenich-Orchester Köln. Sie gehören zu jener Generation von Künstlerinnen, deren Leben und Arbeit sich nach dem Mord an Jina Mahsa Amini im Jahr 2022 verändert hat. Viele von ihnen haben im Zuge der darauffolgenden Proteste den Iran verlassen – nicht aus freier Entscheidung, sondern aus der Notwendigkeit heraus, ihre Stimme und ihre Kunst zu schützen.

Seit 1979 ist Frauen im Iran der Solo-Gesang vor Publikum verboten. Und doch ist es nie gelungen, diese Stimmen vollständig zum Verstummen zu bringen. Über Jahrzehnte hinweg haben iranische Frauen Wege gefunden, sich diesem Verbot zu widersetzen – leise, verborgen, beharrlich. Die Künstlerinnen dieses Abends stehen in genau dieser Tradition. Sie haben gesungen, obwohl sie nicht singen durften. Und sie stehen nun – erstmals gemeinsam – auf einer großen Bühne außerhalb des Iran. Gerade in dieser erstmaligen gemeinsamen Präsenz liegt die besondere Intensität dieses Konzerts. Was im Iran untersagt ist, wird hier sichtbar und hörbar: weibliche Stimmen im Zentrum, als künstlerische, kulturelle und politische Ausdrucksform zugleich.

Die Sängerinnen dieses Abends sind: Foroogh Fazli, Ghazaal Ansarirad, Hana Kamkar, Sanam Maroufkhani, Hura Mirshekari, Maliheh Moradi, Mina Deris, Samin Ghorbani und Hani Mojtahedy 

Das Programm entfaltet sich als musikalische Reise durch die kulturelle Vielfalt des Iran. Unterschiedliche Regionen, Sprachen und Klangtraditionen treten in Dialog – von aserbaidschanischen und kurdischen Einflüssen über qashghaiische und belutschische Musik bis hin zu zeitgenössischen Formen, die iranische und westliche Genres miteinander verweben. Diese transkulturelle Klanglandschaft eröffnet einen vielschichtigen Blick auf den Iran – jenseits vereinfachender Bilder, geprägt von Vielfalt, Bewegung und gegenseitiger Durchdringung. Zugleich entsteht in diesem Projekt eine besondere Form der Zusammenarbeit: Erstmals trifft ein transkulturell geprägtes iranisches Ensemble, das Inner Unity Ensemble, in dieser Konstellation auf das Gürzenich-Orchester Köln. Traditionelle iranische Instrumente begegnen dem sinfonischen Klangkörper, während die Soloauftritte junger iranischer Frauen das Zentrum bilden. Es entsteht ein musikalischer Raum, in dem sich unterschiedliche Traditionen nicht nur begegnen, sondern miteinander verschränken und neue Ausdrucksformen hervorbringen.

Als Instrumentalsolistinnen treten Sara Hasti an der Kamancheh, Mehrnoosh Zolfaghari am Santur und Avin Ahmadi an der Oud auf – und erweitern das Konzert um weitere klangliche Dimensionen zwischen Tradition und Gegenwart.

Das Projekt steht unter der künstlerischen Leitung von Yalda Yazdani und entsteht in Zusammenarbeit mit der Programmmanagerin Faranak Rafiei sowie der Produktionsleiterin Lale Konuk. Die musikalischen Arrangements wurden von Matthias Kaufmann und Mahan Mirarab erarbeitet, während die musikalische Leitung des Konzerts in den Händen der Dirigentin Juya Shin liegt.

Female Voices of Resilience ist damit mehr als ein Konzert. Es ist ein Moment der Sichtbarkeit, ein Raum der Selbstbehauptung und ein künstlerisches Zeugnis von Widerstand und Hoffnung. Wo Stimmen unterdrückt werden, wird hier Klang zu Präsenz – und Musik zu einer Form von Freiheit.