Feuer und Eis
Programm
Jean Sibelius
Finlandia
Sinfonische Dichtung op. 26
1899/1900
Antonín Dvořák
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
1894
Carl Nielsen
Sinfonie Nr. 5 op. 50
1920–22
Besetzung
Senja Rummukainen
Violoncello
Sakari Oramo
Dirigent
Termine
18.05.2026
18.05.2026
18.05.2026
Sakari Oramo, Artistic Partner des Gürzenich-Orchesters, versteht sich wie kaum ein anderer auf die Musik des Nordens zwischen Feuer und Eis: Seine Aufnahmen der Sinfonik Carl Nielsens und Jean Sibelius’ sind international gefeiert und preisgekrönt. In Nielsens 5. Sinfonie klingen die Schrecken des Ersten Weltkriegs nach, eine kleine Trommel treibt gnadenlos die Dynamik voran und gibt die Marschrichtung vor. Erst das Finale gerät zu einer feurigen Feier der Lebensfreude.
Die Tondichtung Finlandia avancierte unmittelbar nach ihrer Entstehung zum vermutlich bekanntesten Werk von Jean Sibelius, der dieses grandiose Bekenntnis zur Unabhängigkeit seines Heimatlandes von der Gewaltherrschaft Russlands selbst »Kampflied und Siegeshymne« nannte.
»Das ist ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt!« Kaum zu glauben, dass ein Komponist, der den Klang des Violoncellos derartig charakterisiert, eines der berühmtesten Cellokonzerte geschrieben hat: Antonín Dvořák ist ein Meisterwerk voller Feuer und zutiefst berührender Melancholie gelungen. In der »Neuen Welt«, in New York, sehnt er sich nach den Klängen seiner böhmischen Heimat und trauert um den frühen Tod seiner Jugendliebe, der er im Cellokonzert ein bewegendes Denkmal setzt. Die junge, inzwischen weltweit gefragte finnische Cellistin Senja Rummunkainen vertieft sich in die unvergleichliche Schönheit dieses Bravourstücks und sorgt mit ihrem Spiel für Gänsehaut.