© Julia Sellmann
Gastspiel Luzern
Programm
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Carl Orff
Carmina Burana
1934–36
Besetzung
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Annija Adamsone
Sopran
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Michael Schade
Tenor
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Michael Nagy
Bariton
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Kölner Bürgerchor
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Kammerchor der Universität zu Köln
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Andrés Orozco-Estrada
Dirigent
Termine
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Mal dreht es sich schneller, mal langsamer, mal bleibt es sogar stehen, kommt dann aber doch wieder in Fahrt – das Rad des Glücks kennt kein vorgegebenes Tempo, Göttin Fortuna macht, was sie will. Daran ist nichts zu ändern, der Mensch muss sich fügen. Genau deswegen hat Carl Orff seinen größten Wurf, die Carmina Burana, einmal als sein »dunkelstes Stück« bezeichnet. In der monumentalen Vertonung 1000 Jahre alter Texte aus der Bibliothek des Klosters Benediktbeuren beklagt er mit unvergleichlichem Gespür für Effekte die Flüchtigkeit des Lebens, feiert aber auch geradezu enthemmt seine Freuden: Liebe und Lachen, Tanz und Spiel, Rausch und Exzess. Ein opulent besetztes Orchester unter der Leitung des frischgebackenen Gürzenich-Kapellmeisters Andrés Orozco-Estrada spielt zum Frühlingstanz auf und begleitet die Klage eines gebratenen Schwans über seine verflossene Schönheit. Den Hauptpart bei diesem vor Sinnlichkeit nur so strotzenden Bilderbogen bestreitet allerdings der Kölner Bürgerchor, preist Fortuna, die Kaiserin der Welt, und lässt in der Taverne randvoll gefüllte Becher kreisen.