© Jiyang Chen
Nacht
Programm
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Paul Dukas
Ariane et Barbe-Bleue – Ouvertüre
zum 3. Akt
1907 -
Claude Debussy
Nuages und Fêtes aus
Trois Nocturnes
1900 -
Béla Bartók
Herzog Blaubarts Burg
Oper in einem Akt op. 11, Sz 48
1911
Besetzung
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Victoria Karkacheva
Mezzosopran
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Ryan McKinny
Bassbariton
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Susanna Mälkki
Dirigentin
Pre-Concert-Talk mit Lydia Benecke
Vor den Konzerten am Sonntag und am Montag ist die Kriminalpsychologin Lydia Benecke beim Gürzenich-Orchester zu Gast. Im Gespräch (Beginn jeweils 45 Minuten vor dem Konzert) wirft sie einen psychologischen Blick auf Béla Bartóks Oper Herzog Blaubarts Burg und spricht über die Faszination des Verbotenen, über Geheimnisse in Beziehungen und die Frage, warum Menschen manchmal gerade das anzieht, was ihnen Angst macht.
Dunkel und kalt ist es in der Burg, in die Blaubart seine junge Frau Judith führt. Mit der Kraft ihrer Liebe möchte sie die mysteriöse Vergangenheit ihres Mannes entschlüsseln, Licht in die Düsternis bringen und Brücken über Abgründe bauen. Fragen darf sie allerdings keine stellen, sieben verschlossene Türen bergen Geheimnisse. Judith beginnt, eine nach der anderen zu öffnen … Dunkel ist es auch in den Tiefen der menschlichen Seele. Verschlossen in ihr sind Triebe, Ängste, Träume und Alpträume. In seiner einzigen Oper Herzog Blaubarts Burg dringt Béla Bartók in die Kammern des menschlichen Unterbewusstseins ein. Das bekannte Märchen vom blutrünstigen Frauenmörder Blaubart dient als Vorlage für ein packendes Psycho-Drama von magischer Sogkraft. Unschuld, innere Zerrüttung, Sprachlosigkeit und die Ausweglosigkeit vor den Grausamkeiten des Schicksals: Das Kammerspiel von Judith und Blaubart zeigt den Menschen zwischen Liebe, Hoffnung, Verzweiflung und Tod. Ein Opern-Thriller, der in seiner suggestiven, bildkräftigen Wirkung keine Bühne braucht.