Passion
Programm
Johann Sebastian Bach
Matthäus-Passion BWV 244
1727
Besetzung
Miriam Kutrowatz
Sopran
Sonja Runje
Alt
Maximilian Schmitt
Tenor (Evangelist)
Hugo Brady
Tenor (Arien)
Lukas Enoch Lemcke
Bass (Jesus)
Lisandro Abadie
Bass (Arien)
Knaben des Kölner Domchores
Chorwerk Ruhr
Rubén Dubrovsky
Dirigent
Termine
18.05.2026
Bachs Matthäus-Passion gehört zu den unumstößlichen Eckpfeilern der abendländischen Musik. Sie durchschreitet den gesamten Kosmos der menschlichen Existenz: Vertrauen und Enttäuschung, Liebe, Angst, Schmerz und die Hoffnung auf Gnade in einer besseren Welt. Mit einem monumentalen Dialog zwischen zwei Chören beginnt die Passion, mit einem ergreifenden Chorsatz endet sie: Die Menschheit bekennt ihre Schuld am Kreuzestod Christi und fleht um Erlösung.
Bach setzt die bildhafte barocke Sprache des Leipziger Gelegenheitsdichters Christian Friedrich Henrici mit schier grenzenloser Fantasie und Formenvielfalt in Musik um und erzeugt so packende Dramatik. Die Matthäus-Passion entstand vermutlich für den Karfreitags-Gottesdienst in der Leipziger Thomaskirche am 11. April 1727. Danach wurde das Werk zu Bachs Lebzeiten nur noch ein paar Mal aufgeführt. Nach seinem Tod geriet es in Vergessenheit. Erst 1829 stieß Felix Mendelssohn Bartholdy auf die Partitur, brachte die Passion (mit erheblichen Änderungen) zur Aufführung und löste dadurch eine regelrechte Bach-Renaissance aus.
Rubén Dubrovsky, nicht nur an der Oper Köln gefeiert, vertieft sich gemeinsam mit einem erlesenen Solisten-Ensemble in Bachs unergründliche Geheimnisse.