Sinfoniekonzert - Eintritt frei

Sinfonischer Kehraus

13. - 13. Juli 2025
Eintritt frei / freie Platzwahl
Kölner Philharmonie
Tickets kaufen
Enthalten in

Programm

Konzert 1 ab 16 Uhr

Giovanni Gabrieli
Exaudi me Domine aus Sacrae Symphoniae
Bearbeitung: Oscar Jockel

Sergej Prokofjew

Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25
»Symphonie classique«

Peter Tschaikowsky

 Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester A-Dur op. 33

Konzert 2 ab 18 Uhr

Richard Strauss
Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

Helmut Lachenmann

Tanzsuite mit Deutschlandlied

Konzert 3 ab 20 Uhr

Claude Debussy
Prélude à l'après-midi d'un faune

George Gershwin

Rhapsody in Blue

Maurice Ravel

La Valse

Besetzung

Jean-Guihen Queyras

Violoncello

Quatuor Diotima

Kirill Gerstein

Klavier

Oscar Jockel

Dirigent

In Kooperation mit KölnMusik

Termine

Aktuell keine Konzerte vorhanden.

Abonnieren Sie sich unseren Newsletter um keine Neuigkeiten zu verpassen.

Jetzt anmelden

Mit gleich drei prominent besetzten Kurzkonzerten verabschiedet sich das Gürzenich-Orchester Köln mit einem »Großen Saisonfinale« vom Publikum – ein musikalisches Dankeschön unter der Leitung von Oscar Jockel.

Bereits im ersten Konzert knistert es vor Virtuosität, wenn der französische Starcellist Jean-Guihen Queyras Tschaikowskys »Rokoko-Variationen« spielt – ein Glanzstück der Celloliteratur, inspiriert von Mozarts Eleganz. Mit Prokofjews heiterer »Klassischer Sinfonie« folgt eine charmante Hommage an Joseph Haydn – ein augenzwinkernder Gruß eines russischen Modernisten an die Wiener Klassik. Den festlichen Auftakt aber bildet ein prachtvolles Vokalwerk des venezianischen Renaissance-Meisters Giovanni Gabrieli, mit dem das Orchester den Saal in eine klanggewaltige Kathedrale verwandelt.

Im zweiten Konzertteil wendet sich das Gürzenich-Orchester zwei Werken zu, die auf ganz eigene Weise musikalische Traditionen befragen. Richard Strauss’ »Till Eulenspiegels lustige Streiche«, 1895 vom Orchester selbst uraufgeführt, zählt bis heute zu den brillantesten Orchesterwerken überhaupt – schillernd, spöttisch, mit überschäumender Spielfreude.

Ganz andere Töne schlägt Helmut Lachenmanns »Tanzsuite mit Deutschlandlied« an, mit der das Gürzenich-Orchester und das renommierte Quatuor Diotima dem Komponisten zum 90. Geburtstag gratulieren. In diesem subversiven Werk verwandelt Lachenmann vertraute Tanzrhythmen in klangliche Labyrinthe – und selbst Haydns »Kaiserquartett«, das dem Deutschlandlied zugrunde liegt, erscheint in radikal neuem Licht.

Den Schlusspunkt setzt ein musikalisches Feuerwerk: Maurice Ravels »La Valse« – ein schwindelerregender Walzertaumel voller Glanz, Verführung und Abgrund. Zuvor stehen zwei ikonische Werke der musikalischen Moderne auf dem Programm: Debussys »Prélude à l’après-midi d’un faune«, ein impressionistisches Klanggemälde von schwebender Sinnlichkeit, und George Gershwins »Rhapsody in Blue«, in der Jazz, Klassik und Improvisation auf einzigartige Weise verschmelzen. Starpianist Kirill Gerstein bringt mit Eleganz und Esprit die ganze rhythmische Energie dieses Klassikers zum Strahlen.

Auch zwischen den Komponisten spannt sich ein feiner Bogen: Gershwin, tief beeindruckt von Ravels Musik, bat diesen einst um Unterricht – worauf Ravel entgegnete: »Warum wollen Sie ein zweitklassiger Ravel sein, wenn Sie ein erstklassiger Gershwin sein können?« Die »Rhapsody in Blue« ist der klingende Beweis dafür – und ein glänzender Höhepunkt zum Finale dieser außergewöhnlichen Konzertreihe.