Sinfoniekonzert

Zum Licht

11. - 13. Okt. 2026
Kölner Philharmonie
Preise
60/48/38/26/20/12 €
Regulärer Verkauf ab: 18.05.2026

Programm

Johannes Brahms

Schicksalslied op.54
1871

Leonard Bernstein

Chichester Psalms
1965

Johannes Brahms

Sinfonie Nr. 1 c-Moll op.68
1862-77
 

Besetzung

Solist des Tölzer Knabenchores

Wiener Singverein

Andrés Orozco-Estrada

Dirigent

Termine

11.10.
So., 11:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026
12.10.
Mo., 20:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026
13.10.
Di., 20:00
Kölner Philharmonie
ab 12,00€
Regulärer Verkauf ab:
18.05.2026

»Die Symphonie ist wunderbar, großartig, ganz überwältigend! Besonders der letzte Satz, […] bei dem sich das Herz einem förmlich erweitert, wie Frühlingsluft nach langen trüben Tagen erquickt.« Wenn das kein Lob ist! Und dann auch noch aus der Feder von Clara Schumann, ehrliche Kritikerin, Beraterin und enge Freundin von Johannes Brahms. Was da warm und dunkel in den Saal strömt, um sich dann immer mehr aufzuhellen und strahlend, jubelnd, triumphierend zu enden, war indes eine schwere Geburt: Nicht weniger als 14 Jahre lang mühte sich Brahms mit seiner 1. Sinfonie ab, verwarf, unterbrach, zweifelte – vor allem an sich selbst. »Ich werde nie eine Symphonie komponieren. Du hast keinen Begriff, wie es unsereinem zumute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört«, so der Komponist an den Dirigenten Hermann Levi. Der Riese ist Ludwig van Beethoven, den Brahms in höchstem Maß als Vorbild verehrte, von dessen Genialität er sich aber zugleich eingeschüchtert und im eigenen Schaffen gehemmt fühlte. Am Ende ging dann doch noch alles gut, die 1. Sinfonie ist eines der grandiosesten Meisterwerke der Musikgeschichte. Andrés Orozco-Estrada knüpft an die große Tradition des Gürzenich-Orchesters an, das mit der Sinfonik von Brahms besonders eng verbunden ist. Mit von der Partie in einer der bewegendsten Chor-Kompositionen von Brahms ist der Wiener Singverein, einer der besten Konzertchöre der Welt.

Eher weniger von Selbstzweifeln gepeinigt war Leonard Bernstein, als Komponist und Dirigent eine fulminante Jahrhundert-Erscheinung voller Kraft, Überraschungen und nie versiegender Kreativität. Seine Chichester Psalms für Knabenstimme, gemischten Chor und ein riesiges Orchester feiern in einem virtuosen Brückenschlag zwischen jüdischer Musiktradition und »klassischer« westlicher Musik des 20. Jahrhunderts impulsiv und mitreißend den Frieden.