Musik soll für alle da sein – unabhängig davon, woher man kommt, wie alt man ist oder ob man regelmäßig ein Konzert besucht. Für das Gürzenich-Orchester bedeutet das auch, die Konzert- und Philharmonie-Säle zu verlassen und dorthin zu gehen, wo die Menschen sind.
Im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger spricht Generalmusikdirektor Andrés Orozco-Estrada über die Bedeutung von Musikvermittlung und darüber, wie ein Orchester gesellschaftliche Verantwortung übernehmen kann. Dabei geht es um seine eigenen Erfahrungen in Medellín, wo Musik für ihn schon als Kind eine wichtige Rolle spielte, und um die Überzeugung, dass gemeinsames Musizieren Menschen verbinden und neue Perspektiven eröffnen kann.
Mit Unterwegskonzerten in Kitas, Projekten in Schulen und Jugendzentren sowie verschiedenen Angeboten für Familien und Kinder möchte das Gürzenich-Orchester möglichst viele Menschen in Köln erreichen. Dabei geht es nicht nur darum, klassische Musik zu vermitteln, sondern darum, Begegnungen zu schaffen und Berührungsängste abzubauen.
»Wir öffnen uns und gehen zu den Kindern der Stadt« – im Interview erzählt Andrés Orozco-Estrada, warum ihm dieses Engagement besonders am Herzen liegt und welche Rolle Musik in einer Stadtgesellschaft spielen kann.