Abokonzert 9

Lack

Di 20.04.2021
20:00 Uhr
Kölner Philharmonie

Bohuslav Martinů

Suite concertante D-Dur (2. Fassung) für Violine und Orchester (1944)

Béla Bartók

Rhapsodie Nr. 1 für Violine und Orchester (1929)

Peter Tschaikowsky

»Hymne der Cherubim« aus: »Liturgie des Heiligen Chrysostomos« für Chor a cappella (1878)

Béla Bartók

»Der wunderbare Mandarin« (1924)

Türenschlagen und nach der Premiere ein Aufführungsverbot: Selten nur ging es in der Kölner Oper so turbulent zu wie 1926 bei der Uraufführung von Béla Bartóks Ballett Der wunderbare Mandarin. Heute als ein Meisterwerk der Moderne gefeiert, störte man sich damals an der mörderischen Handlung im Rotlichtmilieu. Bartók bildet in seiner Partitur auch die dunklen Seiten der vermeintlich »goldenen« 1920er Jahre ab. Ganz andere Töne schlägt seine wenige Jahre später entstandene Rhapsodie Nr. 1 an: Hier huldigt der Komponist unverkennbar seinen ungarischen Wurzeln, so wie sich auch Bohuslav Martinů aus dem amerikanischen Exil mit seiner Suite concertante auf die Klänge und Idiomatik seiner böhmischen Heimat bezog. Nur selten aufgeführt, sind beide Werke doch fester Bestandteil des Repertoires von Frank Peter Zimmermann, dem wohl renommiertesten deutschen Geiger seiner Generation. Am Pult des Gürzenich-Orchesters steht Nicholas Collon.

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