sinfoniekonzert01

So 22.09.2013
13:00 Uhr
Kölner Philharmonie

Antonín Dvořák

Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

Richard Strauss

»Ein Heldenleben« op. 40

In guter Tradition stellt das Gürzenich-Orchester einmal pro Spielzeit einen Konzertsolisten aus den eigenen Reihen. Diesmal präsentiert sich Solocellist Bonian Tian, der seine Ausnahmebegabung als Gewinner zahlreicher Wettbewerbe wie der George Enescu International Competition bereits unter Beweis stellte. Er interpretiert »Dvořáks Zehnte« – so jedenfalls adelten seinerzeit die Landsleute des Komponisten dessen Cellokonzert h-Moll op. 104, das seit seiner Uraufführung in der Publikumsgunst einen Spitzenrang unter den Solokonzerten einnimmt. Eigentlich unvorstellbar, dass Antonín Dvořák das Violoncello zunächst als »ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt« mit Verachtung gestraft hatte, um ihm dann 1894 dieses unsterbliche Denkmal zu setzen.
Unsterblichkeit verheißt auch der Titel einer vier Jahre später entstandenen Sinfonischen Dichtung von Richard Strauss: »Ein Heldenleben« rief sogleich lautstarke Kritiker auf den Plan, die dem 34-jährigen Komponisten musikalische Selbstreflexion und somit Egomanie bzw. Größenwahn unterstellten, worauf dieser konterte: »Ich bin kein Held. Mir fehlt die nötige Kraft; ich bin nicht für die Schlacht gemacht; ich ziehe es vor, Ruhe und Frieden zu genießen…«. Der damalige Gürzenich-Kapellmeister Franz Wüllner bemühte sich schon kurz nach der Frankfurter Uraufführung bei Strauss persönlich um diese Novität – sodass sich die Kölner im Herbst 1898 zu den ersten Ohrenzeugen dieses »Heldenlebens« zählen durften.

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