Sinfoniekonzert12

So 21.06.2015
13:00 Uhr
Kölner Philharmonie

Bedřich Smetana

»Die Moldau« aus »Mein Vaterland« – Zyklus sinfonischer Dichtungen für Orchester

Bruno Hartl

Konzert für Percussion und Orchester op. 23

Antonín Dvořák

Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

  • Martin GrubingerSchlagzeug
  • Gürzenich-Orchester Köln
  • Santtu-Matias RouvaliDirigent

»Hochspannung ohne Lebensgefahr« titelte die FAZ vor zwei Jahren 
nach dem sensationellen Debüt des jungen finnischen Dirigenten 
Santtu-Matias Rouvali mit einem deutschen Orchester. Das zeichnet auch 
das Spiel des immer ans körperliche Limit gehenden Multiperkussionisten 
Martin Grubinger aus. Beide Musiker bringen das 
technisch anspruchsvolle »Concerto for Percussion« von Bruno 
Hartl aus den Jahren 2000/2001 zu Gehör, in dem Grubinger sich 
gleich an 24 unterschiedlichen Schlaginstrumenten austoben kann 
und dabei teilweise in rasendem Tempo die Schlegel wechseln muss. 
Den Kontrast dazu bilden zwei Werke böhmischer Komponisten: 
Am Anfang des Konzertes steht die Tondichtung »Die Moldau« aus 
Bedřich Smetanas Zyklus »Mein Vaterland«, die dem berühmten 
Fluss vom leisen Rieseln der Quelle bis zu seiner Einmündung als 
mächtiger Strom in die Elbe folgt. Und den Schluss des Konzerts 
bildet die heitere 8. Sinfonie von Antonín Dvořák, die nur so vor 
melodischen Einfällen sprudelt und dem Reichtum der Themen und 
Motive die Freiheit rhapsodischer Entfaltung und weiträumiger 
Steigerungen gönnt. Das Ganze gleicht in seiner Folge böhmisch-folkloristischer Stimmungsbilder eher einer mehrsätzigen Tondichtung 
als einer Sinfonie. Karl Schumann nannte Dvořáks Achte so auch 
eine »Lieder-Sinfonie ohne Worte«.

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