Bartók in Köln

Seit seinem Amtsantritt thematisiert François-Xavier Roth in seinen Konzerten intensiv die Geschichte des Gürzenich-Orchesters und die Geschichte der Musik im Rheinland. Das Gürzenich-Orchester kann auf eine bald zweihundertjährige, kontinuierliche Zusammenarbeit mit wichtigen Komponisten zurückblicken. In den vergangene Spielzeiten lag der Fokus auf Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, mit Schwerpunkten zu Johannes Brahms, Felix Mendelssohn, Robert Schumann und Hector Berlioz. Gerade die Jahrhundertwende und das frühe 20. Jahrhundert haben zu einigen spannenden Begegnungen zwischen dem Gürzenich-Orchester und großen Schöpfern ihrer Zeit geführt: Richard Strauss, Max Reger, Gustav Mahler, Erich Wolfgang Korngold - und nicht zuletzt Béla Bartók. Die Uraufführung seines Balletts »Der wunderbare Mandarin« in der Kölner Oper hat Musikgeschichte geschrieben, nicht zuletzt aufgrund des Skandals, den die Aufführung - aufgrund des als anstößig empfundenen Librettos - erregte. Béla Bartóks Musik ist aus verschiedenen Gründen faszinierend. Sie vereint die künstlerische Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln - in der Volksmusik - und avancierte Kompositionstechnik miteinander.

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