Raphaela Gromes & Michael Sanderling

Werke von Bernhard Gander, Robert Schumann und Franz Schubert

 

 

Durch Dunkelheit zum Licht. In seiner sogenannten »Tragischen Sinfonie« geht der 19-jährige Franz Schubert den spannungsvollen Weg von c-Moll nach C-Dur. Über schwankendem harmonischen Grund erreicht der frühvollendet Komponist nicht nur das Licht, sondern tritt zugleich als Sinfoniker aus dem Schatten seiner Vorbilder heraus. Im Konzert hat Schubert die Sinfonie wohl nie erlebt - erst zwei Jahrzehnte nach seinem Tod stand sie in Leipzig erstmals auf dem Programm. Diese späte Rezeption verbindet die Sinfonie mit Robert Schumanns Cellokonzert, das Jahre nach seinem Tod erstmals erklang. Geschrieben hatte Schumann es während seiner Zeit als Musikdirektor in Düsseldorf. Wie in allen seinen Solokonzerten entwickelte er auch hier ein neues Verhältnis zwischen Solist und Orchester. Die widersprüchliche Schönheit der Musik ist Inbegriff romantischer Zerrissenheit und moderner Sinnliche zugleich. Bernhard Ganders Uraufführung rundet das Programm ab mit einem kurzen und heftigen, blechgepanzerten Gang »From Dust Till Dawn«.

scroll top