Alisa Weilerstein (c) Harald Hoffmann Decca

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Abokonzert 1

ERWACHEN | Werke von Rameau, Pintscher und Mozart

Jean-Philippe Rameau Suite aus »Platée« (1745)
Matthias Pintscher »un despertar« für Violoncello und Orchester (2016) Deutsche Erstaufführung
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 41 C-Dur »Jupiter« (1788)

Alisa Weilerstein Violoncello
Gürzenich-Orchester Köln
François-Xavier Roth Dirigent

In einem Niemandsland zwischen Traum und Realität bewegt sich Matthias Pintschers 2. Cellokonzert. Das titelgebende Gedicht von Octavio Paz un despertarEin Erwachen beschreibt eine Situation intimer Selbstreflexion. »Ein Künstler betrachtet sich im Spiegel und ist erschrocken darüber, was er oder sie sieht«, so stellt sich die Cellistin und Widmungsträgerin Alisa Weilerstein das lyrische Ich vor. Von bitterem Erwachen handelt auch Rameaus komische Oper Platée, in der die Sumpfnymphe bei einer inszenierten Hochzeit mit dem Gott Jupiter feststellen muss, dass sie nur Spielball in einem »göttlichen« Streich war. Den später hinzugefügten Beinamen »Jupiter-Sinfonie« verdankt Mozarts Sinfonie Nr. 41 dagegen der alles überstrahlenden Geisteshelle ihres gleißenden C-Dur-Finales. Gekrönt wird dieser funkensprühende letzte Satz von einer fünfstimmigen Fuge, deren Themen dramatischen Charakteren gleichen. Sie sprengen die Grenzen der braven kontrapunktischen Gelehrtenstube nachhaltig und stellen einen Gipfelpunkt der Sinfonik dar. Drei große Musikdramatiker vereint in einem vier Jahrhunderte umspannenden Konzert mit François-Xavier Roth, einem Zeitreisenden par excellence.