Mahan Esfahani (c) Bernhard Musil DG

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Abokonzert 12

NACKT | Werke von Bach, Srnka und Bruckner
  • 21.06.2020 Sonntag 11:00 Uhr, Kölner Philharmonie
  • 22.06.2020 Montag 20:00 Uhr, Kölner Philharmonie
  • 23.06.2020 Dienstag 20:00 Uhr, Kölner Philharmonie

Johann Sebastian Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur (1721)
Miroslav Srnka Neues Werk für Cembalo und Orchester. Uraufführung. Kompositionsauftrag des Gürzenich-Orchester Köln.
Anton Bruckner Sinfonie Nr. 1 c-Moll »Linzer Fassung« (1865/66)

Mahan Esfahani Cembalo
Gürzenich-Orchester Köln
François-Xavier Roth Dirigent

Alles auf Anfang – und doch seiner Zeit schon voraus. Bereits in seiner 1. Sinfonie stößt Anton Bruckner weit in die Zukunft vor. Ihr erster Satz beginnt wie eine Sinfonie, die Mahler hätte schreiben können, und findet schnell zu Wendungen, in denen wir den späteren Bruckner erkennen. Der ungebremste Linzer Erstentwurf führt taufrisch an die Selbstfindung des 40-Jährigen heran – eines Domorganisten, dem Wagners Musik die Entdeckung der Maßlosigkeit bescherte. Die Formen, die Bruckner dafür fand, korrespondieren mit Blockbildungen, wie sie sein Organistenkollege Bach im 3. Brandenburgischen Konzert organisiert. Das Cembalo – bei Bach nur »Begleitinstrument« – tritt im neuen Stück von Miroslav Srnka in den Vordergrund. Er schreibt es für einen Solisten, »dessen Musizieren und Wesen ebenso viel ausstrahlt, wie die Stücke, die er spielt«, so Srnka. Welcher Ort könnte für die Uraufführung passender sein als die Kölner Philharmonie, in der Esfahani 2016 ein echtes »Skandalkonzert« erlebte? Ein Konzert über das Unabgegoltene im Vergangenen, ein Versprechen auf die Zukunft.