François-Xavier Roth (c) Holger Talinski

Präsentiert von der Concert-Gesellschaft Köln e. V.

Festkonzert

KÜNSTLICHE PARADIESE | Werke von Varèse, Strauss und Berlioz
  • 08.09.2019 Sonntag 11:00 Uhr, Kölner Philharmonie

Edgar Varèse »Octandre« für acht Instrumente (1923)
Richard Strauss »Tod und Verklärung« Tondichtung (1888/89)
Hector Berlioz »Symphonie fantastique« Episode aus dem Leben eines Künstlers (1830)

Gürzenich-Orchester Köln
François-Xavier Roth Dirigent

»Episode aus dem Leben eines Künstlers« – der Untertitel der Symphonie fantastique von Hector Berlioz könnte über dem gesamten Festkonzert stehen. Zum Saisonauftakt vereint François-Xavier Roth drei Komponisten, die den Sound des Orchesters neu definiert haben: Richard Strauss lernte die Instrumentationslehre von Berlioz auf Vermittlung von Edgard Varèse kennen, dessen frühe Orchesterwerke er einst dirigierte. Varèses Bläserstück Octandre wirkt mit seinen Schockzuständen 1923 wie ein revolutionärer Aufbruch. Strauss dagegen stellt in Tod und Verklärung die Todesstunde eines Menschen dar, „der nach höchsten idealen Zielen gestrebt hatte«. In der fantastischen Sinfonie von Berlioz wird für den Künstler sein Idealbild einer Frau zur unerreichbaren »idée fixe«: Enttäuscht flüchtet er sich in »künstliche Paradiese«. Im Leben ging diese Episode für Berlioz günstiger aus: Er heiratete seine Angebetete, die er auf einer Theaterbühne erstmals erblickte. Kreative Ausnahmezustände, welche die Grenzen zwischen Leben und Tod, Fiktion und Wirklichkeit, Vergangenheit und Zukunft überwinden. Generalmusidirektor François-Xavier Roth eröffnet die Saison mit seinem Gürzenich-Orchester und lässt zugleich die Musiker der mittlerweile gewachsenen Orchesterakademie ins Rampenlicht treten.