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Schwerpunkt Schumann

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Sinfoniekonzert 4

Werke von Parra und Schumann | Truls Mørk - Violoncello, IRCAM, Thomas Goepfer - Computermusikalische Realisation, Gürzenich-Orchester Köln, François-Xavier Roth - Dirigent

Hèctor Parra »Inscape« (2018) Deutsche Erstaufführung
Robert Schumann Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 (1850)
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120 (1841)

Truls Mørk Violoncello
IRCAM
Thomas Goepfer Computermusikalische Realisation
Gürzenich-Orchester Köln
François-Xavier Roth Dirigent

Robert Schumann war nicht gesund. In Leipzig hatte er sich (vermutlich bei einer Kellnerin) mit der Syphilis angesteckt, der Krankheit der Epoche, die ihm am frühen Lebensende den Verstand nahm. Vielleicht hat Schumann das geahnt, denn seine Kunst war doppelbödig: durchzogen von romantischen Schauergeschichten und unheimlichen Figuren, in der Form fantastisch, brüchig, in jedem Fall neuartig. Das Cellokonzert, das er an seinem letzten Arbeitsort in Düsseldorf komponiert hat, ist ohne Pause durchzuspielen – ebenso wie die 4. Sinfonie, die Schumann als »symphonistische Phantasie« geplant hat und die eine radikal neue Lösung der Sinfonie als Idee darstellt. Damit hat er den gesicherten Raum klassischer Formen und Ausdruckssphären verlassen, um sich außerhalb bekannter Gegenden zu bewegen. Dorthin strebt auch der katalanische Komponist Hèctor Parra, der sich in seinem neuen Werk, einem Kompositionsauftrag des Gürzenich-Orchesters, auf die Suche nach schwarzen Löchern und akustischen Vexierbildern begibt. Eine unendliche Annäherung zwischen Schumann und der Gegenwart.