Schostakowitsch

Es war eine der größten Tragödien des Zweiten Weltkrieges: Am 8. September 1941 schloss die deutsche Wehrmacht den Blockadering um Leningrad. 872 Tage lang blieb die Stadt eingeschlossen, sie lag in Trümmern, eine Million Einwohner starben. Mitten darin schrieb Dmitrij Schostakowitsch an seiner Siebten Sinfonie, die den Widerstandswillen der Bevölkerung stärken sollte. Am 9. August 1942, noch während der Blockade, fand eine Aufführung in Leningrad statt, die sowohl den Bewohnern als auch der Welt zeigen sollte, dass die Stadt nicht besiegt werden kann. Auf Mikrofilm wurde die Partitur nach New York geschmuggelt, von wo aus sie ihren Siegeszug um die Welt antrat. Dreißig Jahre nach seinem ersten Konzert mit dem Gürzenich-Orchester wählte der ehemalige Gürzenich-Kapellmeister James Conlon Schostakowitschs ergreifende Siebte für seine Wiederkehr nach Köln aus. Das Konzert wurde am 9. April 2019 in der Kölner Philharmonie aufgezeichnet.

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Dmitrij Schostakowitsch 7. Sinfonie

Dmitrij Schostakowitsch Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60 »Leningrader« (1941)

Gürzenich-Orchester Köln
James Conlon Dirigent