Abokonzert 3

Sog

So 31.10.2021
11:00 Uhr
Kölner Philharmonie
Regulärer VVK ab
Fr 01.10.2021
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Sergej Prokofjew

Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16 (1912/13)

Peter Tschaikowsky

2. Akt aus dem Ballett »Der Nussknacker« op. 71 (1871)

Die Sehnsucht nach unverbrüchlicher Freundschaft, Solidarität und dem gemeinsamen Bestehen von Krisen und Abenteuern: Auch diese Botschaft steckt in Peter Tschaikowskys Ballett »Der Nussknacker«. Ein Mädchen erträumt sich einen treuen Begleiter, zieht mit ihm in den Krieg gegen die Mächte der Dunkelheit und folgt ihm in ein Wunderreich der Fantasie weitab vom Grau der Lebenswirklichkeit. Nach einer Novelle des Romantikers E. T. A. Hoffmann schrieb Tschaikowsky seine wohl populärste Ballettmusik. Heute einer der großen „Hits“ der klassischen Musik, scheinbar ungebrochen märchenhaft – und doch vielleicht eine verklausulierte Botschaft des innerlich tief zerrütteten Tschaikowsky, ein eigener Sehnsuchtsschrei nach Intaktheit und Liebe weniger als ein Jahr vor seinem tragischen Tod. Ehrendirigent Dmitrij Kitajenko musiziert mit dem Gürzenich-Orchester den 2. Akt des »Nussknacker«, beschwört das glitzernde Reich der Zuckerfee herauf, lässt Rohrflöten tanzen und fordert zum »Blumenwalzer« auf.

Als Ausdruck ungebrochenen Selbstbewusstseins kann man das 2. Klavierkonzert von Sergej Prokofjew verstehen: Hier fordert ein junger Rebell sein Publikum heraus und lässt die Uraufführung zu einem Skandal werden. Wie sich die Zeiten ändern: Heute ist das Werk eines der vielgeliebten Highlights des Repertoires – nicht nur wegen der atemberaubenden Solo-Kadenz im 1. Satz, die als längste und schwierigste in der ganzen Konzertliteratur gilt.

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