Abokonzert 2

Höhenflüge

So 27.10.2019
11:00 Uhr
Kölner Philharmonie

Sergej Prokofjew

Sinfonie Nr. 1 D-Dur »Klassische Sinfonie« (1916/17)

Alexander Skrjabin

Klavierkonzert fis-Moll (1896/97)

Alexander Skrjabin

Sinfonie Nr. 2 c-Moll (1901)

Im Rahmen des Konzertes verleiht die ICMA ihren Preis für die Beste Sinfonische Einspielung 2019 an Dmitrij Kitajenko und das Gürzenich-Orchester für ihre Aufnahme der 2. Sinfonie von Jean Sibelius.

Jeder Komponist träumt davon, einmal zu einem Klassiker zu werden. Mit Ausnahme vielleicht von Alexander Skrjabin, der die äußere Welt als Ergebnis seiner schöpferischen und spirituellen Tätigkeit ansah. »Nach Skrjabin ist Wagner ein Säugling mit angenehmem Gelalle geworden«, spöttelte der Uraufführungsdirigent der 2. Sinfonie, in der Skrjabin sein Vorbild Richard Wagner in der Wahl der Ausdrucksmittel übertrumpft – und ihm zugleich im Finale eine tönende Reverenz erweist. Noch deutlicher tritt das romantische Erbe seiner Musik im Klavierkonzert in den Vordergrund: Es ist geprägt von lyrischen Themen und schwärmerischen Gesten, weniger triumphal als zauberhaft und innig, dabei von pianistischer Brillanz. Gerhard Oppitz besuchte auf seiner ersten Moskau-Reise 1974 Skrjabins Haus: »Ich spielte auf seinem Flügel und seine Enkelin holte für mich die handschriftliche Partitur aus dem Tresor – das waren unvergessliche Erlebnisse.« Wie Skrjabin begann auch Sergej Prokofjew seine Karriere als Pianist und Komponist. Mit seiner 1. Sinfonie zog Prokofjew sich die Perücke eines an Haydn und Mozart orientierten Klassikers über – und besaß den Mut, sein Werk als »klassisch« zu bezeichnen. Klassiker war er sich selbst genug. Ehrendirigent Dmitrij Kitajenko leitet das Konzert.

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